Franziska Jakobi

Foto: elbshot

Ich arbeite als freie Theatermacherin und -vermittlerin, Autorin und Performerin, insbesondere im Bereich des biografisch-dokumentarischen Theaters.
Ich glaube an Interdisziplinarität als notwendige Antwort auf eine globalisierte und hochvernetzte Welt. So manifestieren sich meine Methoden des Schreibens, Zeichnens, Forschens und Spielens am liebsten in Theaterformen, bringen aber mitunter auch Film-, Ausstellungs- oder Lesebühnenformate hervor.

Ich habe Performance (MA), Slavistik/Osteuropastudien und Sozialpädagogik (BA) studiert und eine breite musikalische Ausbildung am Klavier, im Chor, in verschiedenen Bandprojekten und in der Komposition genossen. Ich habe zunächst am Stadttheater hospitiert und gearbeitet, bevor ich mit individuelleren Formen in die freie Szene wechselte.
Länger lebte ich im Gebiet der ungarischen Minderheit in Rumänien und habe enge Verbindungen zu Theaterschaffenden in und aus der Ukraine, mit denen ich seit 2018 unter dem Namen „under construction“ zusammenarbeite.
Thematisch interessieren mich besonders die Ost-West-Beziehungen, die Auswirkungen von Flucht, Vertreibung, Krieg, Diktatur, Systemwechsel und sozialer Ungleichheit auf individuelles Leben. Ich beschäftige mich mit Demokratiebewusstsein und -förderung und dem Zusammenhang von Körper, Geist und Gesellschaft.

Aktuelle Produktionen & Termine

Foto: Clemens Voigt

 

Danke für eine beglückende Spielzeit 2023/24 mit Fokus auf dem Projekt “Entrissene Welten – Kaleidoskop der Erinnerungen 1952-2022” mit insgesamt sechs Aufführungen in Hamburg, Leipzig und Geisa.

 


Derzeit in Vorbereitung für die Spielzeit 2024/25:

— Ein neues Projekt mit dem Rahlstedter Kulturverein, voraussichtlich im September 2024 / Hamburg

— Eine neue Produktion am LICHTHOF Theater, Premiere im Februar 2025 / Hamburg

Portfolio

Vita / Profil

Geburtsjahr 1990 / Leipziger Land
Wohnort Hamburg

Studium BA Soziale Arbeit, HTWK Leipzig (Abschluss 2014) / BA Slavistik/Osteuropastudien, Universität Hamburg (7FS, nicht abgeschlossen) / MA Performance Studies, Universität Hamburg (Abschluss 2020)

Sprachen Deutsch (Muttersprache), Englisch, Ungarisch (kommunikationssicher), Russisch (fortgeschritten), Ukrainisch, Rumänisch (Grundkenntnisse), Französisch (passiv/nicht genutzt, Schulniveau 7 Jahre)

Musikalische Ausbildung Klavier/Komposition (ca.12 Jahre), Chor/Gesang (ca. 5 Jahre), Dudelsack (ca. 2 Jahre), Gitarre & Akkordeon (Grundkenntnisse, Selbststudium)

Professionelles Theater Regiehospitanzen am Centraltheater/Schauspiel Leipzig 2012/13 // Künstlerische Mitarbeit & Musikalische Leitung beim ClubÜ31/Schauspiel Leipzig 2013-2016 // seit 2015 frei in Hamburg, Projekte u.a. am LICHTHOF Theater Hamburg, Kampnagel Hamburg, Theater der Jugend Kharkiv/Ukraine, Neues Schauspiel Leipzig, Kulturwerk Hamburg-Rahlstedt

Auslandserfahrungen ein Studienmonat in Riga/Lettland (2023), wiederholte Arbeitsaufenthalte in Kharkiv/Ukraine (bis 2021), Studienreisen nach Moldova (2020) und Ungarn (2019), ein Jahr Freiwilligendienst in Rumänien, Gebiet der ungarischen Minderheit (2009-10)

Tätigkeiten / Arbeitsfelder Performance/Schauspiel, Regie, Dramaturgie/Konzeption, Kreatives Schreiben, Theaterpädagogik/Vermittlung, Chorleitung/musikalische Vermittlung, Zeichnung/Illustration

Foto: Clemens Voigt

 

Video

Aufführungsmitschnitt der Abschlussinszenierung des MA Performance Studies, 2020, Kampnagel.
Mitschnitte jüngerer Produktionen sind auf Anfrage einsehbar.

Referenzen

Manchmal führen die Schrecknisse der Welt zu einem Projekt der Hoffnung.

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Annette Stiekele | Hamburger Abendblatt, 8.10.22

zu "sensitive content - modern war novels"

Teilweise brodelnder Strudel, teilweise sanfter Fluss, ist dieses Stück ein lebendiges Werk, das ebenso dynamisch wie fesselnd ist und der Abbildung biografischer Erinnerungen und persönlicher Erlebnisse gerecht wird. Ohne Kriege und totalitäre Systeme gleichzusetzen und schiefe historische Vergleiche herstellen zu wollen, gelingt es dem Stück, die menschliche und empathische Ebene von Brüchen zu adressieren.

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Dr. Cynthia Freund-Möller | Point Alpha Research Institute

zu "Entrissene Welten - Kaleidoskop der Erinnerungen 1952-2022"

Ausgehend von dem Sinnbild des Kaleidoskopes, das altbekanntes in immer wieder neuen, verblüffenden Variationen zeigt und das sich durch das ganze Stück zieht, natürlich im Titel widerspiegelt, ist das Ganze für mich ein faszinierendes Geschehen gewesen, dessen Zuschauer ich einerseits war und mich zugleich hineingezogen gefühlt habe, wie selten in einem Theaterstück. Des Weiteren: eine Glanzleistung des gesamten Teams.

Zuschauerstimme | Aufführung am Neuen Schauspiel Leipzig, 9.4.2024

zu "Entrissene Welten - Kaleidoskop der Erinnerungen 1952-2022"