Podium & Liveübertragung: CIVIL FRONT – OH, WHAT A WONDERFUL WORLD (2026)

Ein deutsch-ukrainisches Projekt von under construction & friends über transnationale Partnerschaft in komplizierten Zeiten

Podiumsgespräch, Theater-Live-Übertragung aus Charkiw und Nachgespräch
01.02.2026 »LICHTHOF Theater Hamburg

  • Civil Front - Oh, what a wonderful world - 01.02.26 LICHTHOF Theater Hamburg - Podiumsgespräch (c)Kristina Schmidt

Podium: Transnationale Partnerschaft in komplizierten Zeiten
Spätestens seit der russischen Vollinvasion im Februar 2022 sind zahlreiche Initiativen entstanden, die zwischen Deutschland und der Ukraine Verbindungen herstellen und diese Partnerschaft auf vielfältige Weise stärken. Gleichzeitig bleiben die Branchen oft unter sich und wissen nicht unbedingt, was parallel in anderen Bereichen passiert. Deswegen bringen wir Vertreter:innen verschiedener Disziplinen zusammen, um transdisziplinär ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und miteinander zu wachsen: Was bringt Menschen in Kontakt und was hält sie darin? Welchen Regeln und Mechanismen ist Zusammenarbeit im städtischen oder staatlichen Kontext unterworfen und welche Tools braucht es, um sinnvolle und langanhaltende Kooperationen aufzubauen? Wie funktioniert Partnerschaft auf Augenhöhe, wenn ein Land im Krieg und das andere im Frieden ist? Dabei soll sowohl ein Bild über die vielfältigen Tätigkeiten vermittelt, als auch Schnittmengen und Synergien zwischen den Akteur:innen gefunden werden.

Live-Übertragung aus Charkiw: Hamburg-Premiere Schauspiel „Civil front – oh, what a wonderful world“
„Civil Front – oh, what a wonderful world“ ist ein Theaterstück, das im ukrainischen Charkiw gespielt und durch eine spezielle Technik als immersives Erlebnis live nach Hamburg übertragen wird – Publikum und Schauspieler können sich dabei in Echtzeit sehen und hören.
Entstanden im Frühjahr 2023, erzählt es die Geschichte zweier Brüder und eines Hundes, die zwischen Sirenen und Stromausfällen versuchen, ihren Alltag zu bestreiten. Dabei geht es nicht um Soldaten, Politik und große Heldengeschichten, sondern um alltägliche Fragen: Wie gehst du mit dem Hund raus, wenn über dir die Raketen fliegen? Wo besorgst du dir Essen, wenn die Supermärkte geschlossen sind? Wie gehst du in den Tag, wenn das normale Leben zum Stillstand gekommen ist?
Mit viel Humor und ohne Sprache erzählen die beiden Spieler eine eindringliche Geschichte über Resilienz und die Absurdität des (Über-)Lebens in einer Frontstadt.

CHARKIW:
Konzept & Schauspiel: Oleksandr Plekhun, Viktor Yermolenko
Licht & Ton: Valentine Temchenko

HAMBURG:
Projektleitung & -koordination: Franziska Jakobi, Gregory Popov
Konzeption, Koordination, Betreuung Live-Übertragung: Max Buskohl
Technische Betreuung und Lichtdesign: Sönke Christian Herm

PANEL:
Moderation: Franziska Jakobi (under construction) / Teilnehmende: Dr. Stefanie Wodrig (Stadt Hamburg, Senatskanzlei, Abteilung für internationale Zusammenarbeit, Referat Nord- und Osteuropa, Ansprechpartnerin für den Pakt für Solidarität und Zukunft Hamburg-Kyjiw), André Pilling (Europäisch-Ukrainische Brücke e.V.), Katharina Knothe (Nicht schnacken – Machen! e.V. – Hilfstransporte zwischen Hamburg und der Ukraine), Stefan Henkel (Leitung Internationale Angelegenheiten, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder)


Pressestimmen zur Live-Übertragung

„Es war eigentlich kaum vorstellbar, dass man jetzt wie durch so ein Fenster in eine andere Wirklichkeit guckt. Da sind zwei Schauspieler, jetzt, live, in Charkiw, in einer Stadt, die angegriffen wird. (…) Das ganze Stück kommt ohne Worte aus – nur mit Gesten, nur mit Blicken, (…)und dann erzählen sie Alltag im Krieg (…) aber mit so einer wahnsinnig komischen, tragikomischen Theaterform, die ich sonst bei Charlie Chaplin gesehen habe, wo einem aber eigentlich das Herz bricht, weil es so bewegend ist. (…) Plötzlich wird Theater zu einer Form von: Wir machen es, um uns Kraft zu geben. (…) Und es macht sprachlos, als deutscher Zuschauer im bequemen Sessel, sich das anzugucken.“ –  Peter Helling, NDR 90,3 Kulturjournal, 02.02.26 (Radio)

„Dass das Stück auch in Hamburg sehr positiv aufgenommen wird, zeigt die Reaktion des sichtlich mitgenommenen Publikums, es fließen sogar Tränen. Und es gibt Standing Ovations für eine so ungewöhnliche wie mutige Produktion.“ – Ole Hollah, Hamburger Abendblatt, 03.02.26


Eine Veranstaltung von »under construction & friends.
Unterstützt von der Claussen-Simon-Stiftung, der LICHTHOF Stiftung und dem Pakt für Solidarität und Zukunft Hamburg – Kyjiw.

 

Filmprojekt: ABOUT OUR CITIES – WAR EDITION (2022/23)

Ein deutsch-ukrainisches Projekt von under construction

Projektlogo "About our cities - war edition"

Am 24. Februar 2022 begann die umfassende Invasion der Russischen Föderation in die Ukraine. Kharkiv war eine der ersten Städte, in denen es Explosionen gab. Massenpanik brach aus, die Menschen griffen ihre Sachen und flüchteten in andere Städte oder suchten nach den nächsten Kellern und Luftschutzräumen. Und innerhalb eines Monats war nur ein Drittel der Bewohner Kharkivs in der Stadt
verblieben.

“Als der Krieg in unsere Stadt brach, konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, welche Konsequenzen das haben würde. Viele Orte, die wir jeden Tag sahen, haben sich für immer verändert. Der Park, in dem wir als Kinder immer spazieren gingen und der Platz, auf dem wir jedes neue Jahr gefeiert hatten, wandelten sich in zerstörte Puzzles unseres alten Lebens – aber die Menschen blieben.”

About our cities – war edition: Kharkiv (46min)
Konzept/Koordination/Produktion: Alexander Plekhun, Vladimir Davydenko
Schnitt: Dmitry Pashko
Titelbild: Viktor Yermolenko
Gefördert von MeetUp! /  Stiftung EVZ
Der Film zeigt die Stimmung in Kharkiv im August 2022.
Sprachen: Ukrainisch, Russisch; mit englischen Untertiteln.

About our cities – war edition: Hamburg (26min)
Konzept/Koordination: Franziska Jakobi, Gregory Popov
Dreh/Schnitt: Daria Penkova
Titelbild: Thomas Volgmann
Gefördert von MeetUp! / Stiftung EVZ und unterstützt vom KINOCLUB Hamburg-Ukraine
Der Film zeigt die Stimmung in Hamburg im November 2022.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Ukrainisch, Russisch; mit englischen Untertiteln
Screenings beim KINOMOOD Festival Hamburg 2023 und beim Ethno-Kino der Universität Hamburg, Sommersemester 2023.

Unser Team hat versucht, viele verschiedene Geschichten, Schicksale und Gedanken zu verbinden. Wir sprachen mit unterschiedlichen Menschen unterschiedlicher Berufe, mit unterschiedlichem Leben, aber alle in einer Kriegs-Zeit und in zwei Großstädten – Kharkiv und Hamburg. Jede Person, die ihre Erfahrungen, Ängste und Gefühle für uns enthüllte, ließ ein Stück von sich selbst in unseren Filmen. Und vielleicht werden diese Geschichten in unserer sich schnell wandelnden Realität ein lebendiges Beispiel dafür, wie Menschen gelebt, geliebt, gehasst, aber nicht aufgegeben haben, trotz der Gefahr draußen vor dem Fenster.

„Zuerst war die Welt in einem seltsamen Zustand des Schocks, der Panik, der Verwirrung, obwohl die Zeichen zuvor doch so klar gewesen waren. Aber mit den vielen Flüchtlingen, die aus der Ukraine kamen und mit den wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen dieses Krieges veränderte sich auch die Welt außerhalb der Kriegszone enorm.“

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Ausstellung / Community / Workshop: VER-SAMMELSTELLE  – ukrainisches Kulturhappening mit hamburgischer Unterstützung (2022)

Ein deutsch-ukrainisches Projekt von under construction und Sammelstelle Eppendorf

Projektleitung: Franziska Jakobi
Produktionsleitung: Gregory Popov
Co-Leitung: Mariia Matasova, Solomia Kushnir
Mit Arbeiten von: Alex Doroshenko, Darina Mykytiuk, Paula Lytovchenko, Alisa Sizykh, Daniella Preap, Elis Prostotak, Andrii Podliesnyi, Artem Lahovskyi, Viktor Yermolenko, Danil Nikiforov, Masha Vyshedska, Alexander Plekhun, Antonina Shtohryn, Bohdana Tkach, Vitalina Lopukhina, Volodymyr Davydenko, Olja Krylova, Maria Golega, Sofiia Saletska
Workshops von: Mariia Matasova, Mariia Vorotilina, Liubov Shyrkina, Nika Kushnir
In Kooperation mit: Kirchgemeinde St.Markus-Hoheluft
Gefördert von ART CONNECTS – Hilfsfonds für Projekte mit schutzsuchenden Kulturschaffenden und unterstützt durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer:innen.

Vom 7. – 25. Juni 2022 verwandeln sich die Räumlichkeiten der Sammelstelle auf dem Eppendorfer Weg 235 in Hamburg in einen Ort für ukrainische Performance, Ausstellung und Workshops. Das hamburgische Publikum ist ausdrücklich dazu eingeladen, an den geplanten Aktionen teilzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden für die Ukraine sind erwünscht. Gerahmt wird das Projekt von einer Vernissage am 7.6.22 und einem großen Abschlussfest auf dem Kirchenvorplatz am 25.6.22.

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Filmprojekt: ABOUT OUR CITIES – Digitales Stadtgespräch Hamburg/Kharkiv (2020)

Ein deutsch-ukrainisches Projekt von under construction
Premiere am 17.12.2020 im #lichthof_lab / LICHTHOF Theater Hamburg

Inmitten der Pandemie sprechen 30 junge Künstler*innen aus der Ukraine und aus Deutschland über ihre Städte, erforschen und stellen sich gegenseitig Aufgaben, um ihre Stadt mit anderen Augen zu erkunden. Aus dem gesammelten Material, das sowohl online als auch offline produziert wird, entstehen am Ende des Projekts zwei Filme über die zweitgrößte Stadt des jeweiligen Landes – inspiriert und gestaltet aus dem Blickwinkel „der Anderen“.

Künstlerische Projektleitung: Franziska Jakobi / Volodymyr Davydenko
Produktionsleitung: Gregory Popov
Von und mit: Franziska Jakobi, Gregory Popov, Volodymyr Davydenko, Alexander Plekhun, Katharina Ante, Aljona Ushakova, Daniil Nikiforov, Maria Golega, Clemens Voigt, Eva Decker, Tanya Shinyakova, Dmitry Pashko, Chi-Chung Cheung, Thomas Volgmann, Andrey Gaspanovich, Kapitolina Kolobova, Imme Stolzenburg, Jula Uhlich, Viktor Yermolenko, Denis Bliznuk, Chantal Stannik, Maria Roslova, Deniza Glezina, Yulia Suarez Bergmann, Alyssa Marie Warncke, Philine Pastenaci, Olesya Zaharova, Antuanella Adamkevich, Zuzanna Kolupajlo, Johanna Baumann
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, unterstützt durch das LICHTHOF Theater Hamburg.

Mehr Infos und die Filme »hier.