Plündern – NAKT Interfest – Kharkiv meets Hamburg

Foto: Performance Studies Uni Hamburg

Die Welt geht in zwanzig Tagen unter. Sie werden zugeben, Sir, dass dem Ereignis der Charakter der Dringlichkeit nicht abgesprochen werden kann.
(Jura Soyfer: Weltuntergang oder Die Welt steht auf keinen Fall mehr lang)

45 Studierende der theatralen Künste – die einen aus Hamburg, zweitgrößte Stadt Deutschlands, die anderen aus Kharkiv, zweitgrößte Stadt der Ukraine; treffen sich zur Weltuntergangsfachtagung auf Kampnagel. Im Gepäck: Ein Autor, geboren in der Ukraine, überlebt in Österreich, ermordet in Deutschland, obwohl er doch eigentlich noch nach Amerika wollte. Weiterhin im Gepäck: Betrachtungen, Ereignisse, Biographien, Weltgeschichte. Gemeinsame Zeit: Eine Woche, vielleicht ein bisschen mehr.

Im Begegnen und Plündern entsteht etwas Neues. Kann der Untergang verhindert werden? Nichts ist sicher. Nur eines: Die nächste Konferenz. Im Frühjahr. In Kharkiv.

Voll Hunger und voll Brot ist diese Erde / Voll Leben und voll Tod ist diese Erde / In Armut und in Reichtum grenzenlos / Gesegnet und verdammt ist diese Erde / Von Schönheit hell umflammt ist diese Erde / Und ihre Zukunft ist herrlich und groß.

Plündern – NAKT Interfest – Kharkiv meets Hamburg
ein Projekt im Rahmen der Ukrainisch-Deutschen Kulturbrücke 2018
auf Initiative des Theaterensembles WHEELS und dem wheels e.V.(www.wheels-berlin.de)
durchgeführt von Studierenden der Performance Studies der Universität Hamburg, der HfMT Hamburg, des Schauspiel-Studio Frese Hamburg und der Nationalen Universität der Künste Kharkiv.
Gefördert durch das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland des Auswärtigen Amts.

Aufführungen
Teil 1: 8. Dezember 2018, 21 Uhr, K1 – Kampnagel, Hamburg (Eintritt frei)
Teil 2: Februar/März 2019, Kharkiv

www.naktinterfest.com

Neuer Stadtteilcomic von Luv&Lee: Hamburg und wir in Altona

Im Format Hamburg und wir begibt sich das wunderbare »Luv&Lee-Improvisationstheater an bekanntere oder unbekanntere Orte der Stadt und schaut, welche Personen dort leben und was für Begebenheiten sich zwischen ihnen abspielen könnten. Das Publikum bestimmt den Stadtteil und beschreibt einzelne Lokalitäten, danach wird gespielt. Dabei entstehen zauberhafte, berührende und skurrile Geschichten, die diese Orte mit liebevollem Blick ganz neu interpretieren. Schade wär´s, wenn sie nach einem Abend einfach verschwinden würden! Also werden manche Geschichten zeichnerisch festgehalten.

Die letzte Comic-Ausgabe spielte im Hamburger Stadtteil »Ohlsdorf, die zweite nun im wunderschönen Altona. Der Altonaer Spritzenplatz wird neu interpretiert, wir treffen Gestalten von der Reeperbahn, entdecken besondere Orte und Praktiken in einem Blumenladen und verhandeln Beziehungen zwischen den und innerhalb der Generationen. Wenn das mal nix ist! Bühne frei und Augen auf für Luv&Lee in Altona:

(Klick für größere Ansicht)

Weiterlesen? »Hier geht´s zum kompletten Comic.

Das war: Gestern hab ich mein Smartphone weggelegt und begonnen, die Welt zu betrachten

Das ist sie also – die große, große Stadt.

Sagt er, der Mensch ohne Namen, der einzige Protagonist im theatralen Selbstfindungsmonolog Gestern hab ich mein Smartphone weggelegt und begonnen, die Welt zu betrachten. Und dann nimmt er den Zuschauer mit in seinen Stadtmenschen-Alltag zwischen Bürojob, U-Bahn und dem Versuch, zu leben. Er konstruiert sich seine perfekte Welt und scheitert an seinem Vorhaben, sie aufrecht zu erhalten; gerät vielmehr immer tiefer hinein in die Spirale aus Verunsicherung, Selbstzweifeln und dem Druck von außen.

Ich weiß nicht, ob das irgendjemandem bewusst ist, dass ich einmal die Zukunft unseres Landes war. Und jetzt eben die Gegenwart.

Fünf Monate lang haben wir uns zweimal die Woche zum Proben am Gymnasium Osterbek getroffen und uns überlegt, was einen jungen, frisch in der Großstadt und im Arbeitsalltag gestrandeten Menschen bewegen und motivieren könnte; überlegt, welche Dinge dieser Mensch sehen könnte, wenn er seinen Blick vom Smartphone heben und seine Welt betrachten würde. Das Ergebnis – ein einstündiger Monolog – wurde sowohl vom Publikum am Gymnasium Osterbek als auch von den Zuschauern im Bramfelder Kulturladen (Brakula) hochgelobt.
Nach dieser tollen Resonanz schauen wir gern, ob sich noch weitere Vorstellungen planen lassen.

Gestern hab ich mein Smartphone weggelegt und begonnen, die Welt zu betrachten. | Fotos: Clemens Voigt

Schülerstimmen aus der Nachbereitung im Unterricht (10. Klasse):
“Der Protagonist spricht eine Stunde davon, wie er sein Leben verändern will, aber am Ende tut er nichts! Wie viele Leute hat er Angst und versteckt sich.”
“Ich denke, dass dieses Theaterstück den Stress zeigt, den Menschen in einer Großstadt wie Hamburg haben. Das Stück hilft, über das Leben nachzudenken: Es ist wichtig, dass du nicht zu viel auf andere hörst, denn die Dinge, die du machst, müssen dir gefallen. (…) Du bist die einzige Person, die über dein Leben nach der Schule bestimmen sollte. Hör auf dich und nicht auf andere.”

mehr zum Projekt unter >>>theater.

 

Theater! Premiere! Monolog!

Gestern habe ich mein Smartphone weggelegt und begonnen, die Welt zu betrachten
Ein theatraler Selbstfindungsmonolog

Ein junger Mensch steckt fest in der Dauerschleife Alltag: Aufwachen, U-Bahn, Arbeit, Überstunden, ein bisschen Freizeit, schlafen, nächster Tag. Am Wochenende kurz: das Leben, danach: alles von vorn. Aber Leben – was soll das sein? Wie muss das aussehen? Wem soll es genügen? Wofür lebt man denn? Und wollte man nicht eigentlich mal was ganz anderes?
Durch endloses Monologisieren über sein perfekt-normales Leben beginnt der Protagonist, seinen routinierten Alltag zu hinterfragen und zu überlegen, wie er dahin geraten ist, was ihn eigentlich antreibt und wie er – verflixt nochmal – ein Leben bekommt, das ihm wirklich gefällt.

Eine Produktion des Projekts Berufsorientierung Schauspiel/Theater am Gymnasium Osterbek

Text/Regie: Franziska Jakobi
Es spielt: Moritz Braasch
In Nebenrollen: Soziale Netzwerke, Beziehungssongs und die Hamburger Hochbahn

31.1. 2018 19 Uhr »Gymnasium Osterbek (Mehrzweckhalle),Turnierstieg 24, Hamburg
3.2. 2018 20 Uhr »Brakula, Bramfelder Chaussee 265, Hamburg

Schon Wieder Liebe Och Nö – Musik&Texte

Franzjakk spielt Klavier!
Und liest ihre Texte!
Am 5. Oktober im wunderschönen
Chapeau St. Georg in Hamburg:

Wie schön du gelächelt hast als ich dir sagte dass du
Zauberschön bist, zum Durchbrennen schön.
Allein dafür hat es sich
gelohnt dass ich
meinen ganzen Mut und Energie und alles –
nur damit du so schön lächelst, du
Zuckermensch.

Beispielmusik gibt´s auf »soundcloud.

Comiczeichnerei für und über Luv&Lee

Im Format Hamburg und wir begibt sich das wunderbare »Luv&Lee-Improvisationstheater an bekanntere oder unbekanntere Orte der Stadt und schaut, welche Personen dort leben und was für Begebenheiten sich zwischen ihnen abspielen könnten. Das Publikum bestimmt den Stadtteil und beschreibt einzelne Lokalitäten, danach wird gespielt. Dabei entstehen zauberhafte, berührende und skurrile Geschichten, die diese Orte mit liebevollem Blick ganz neu interpretieren. Schade wär´s, wenn sie nach einem Abend einfach verschwinden würden!

Darum freue ich mich sehr, dass ich zuletzt einen Hamburg und wir-Abend miterleben und nun im Nachhinein als Comic festhalten durfte. Hier eine Vorab-Schwarz-Weiß-Version: Eine spannende Geschichte zwischen Liebe, Tod und Kriminalität aus dem Hamburger Stadtteil Ohlsdorf. Tätärätätää!

(Klick für größere Ansicht)

Weiterlesen? »Hier geht´s zum kompletten Comic.

 

Das war: Theaterprojekt Don Quijote

Weltverbesserung – wie geht das? Wir sagen: Ritter sind die Lösung.

Acht Menschen orientieren sich an einem der größten bekannten Ritterexperten – Don Quijote – und versuchen sich selbst darin, gute Ritter zu werden.

Don Quijote oder die Suche nach dem modernen Ritter – Probenfoto von Clemens Voigt

So viele gute Taten und trotzdem Prügel … so viele gute Taten und trotzdem Prügel …

Und genau wie ihr Vorbild scheitern sie zunächst in in ihrem Rittertraum, in ihrer Theaterillusion, in ihrem großen, zusammengebastelten Zirkus und müssen sich nun fragen, was sie aus diesem Misserfolg gewinnen können.

Sag mir doch nun, wer ist der größte Narr? Der es ist, weil er es sein muss, oder der es ist, weil er es sein will? (…) Der sich entschieden hat, Narr zu sein, der hat auch die Freiheit, sich zu entscheiden, kein Narr mehr zu sein. Und wenn der Narr frei ist, so hat er auch innerhalb seiner Narrheit alle Freiheiten. Was er als Narr macht, kann doch auch sehr sinnvoll sein.

Don Quijote gab seinem treuen Begleiter Sancho Pansa wertvolle Ratschläge zum Regieren seiner kleinen Insel und auch viele andere seiner Wegbegleiter verblüffte er mit seiner Klugheit, obwohl er doch zunächst so närrisch wirkte. Sein selbstgewähltes Rittertum gibt ihm die Kraft, die Welt zu verändern. Denn dass die Welt schlecht ist und Veränderung braucht, das steht für ihn außer Frage.

Ein knappes Jahr haben wir im Haus im Park der Körber-Stiftung in Hamburg-Bergedorf geprobt und vom 17.-21. März 2017 mit Don Quijote oder die Suche nach dem modernen Ritter unsere Auseinandersetzung mit dem Stoff präsentiert.
Danke für die wundervolle, bereichernde Zusammenarbeit!

Eine Stückbesprechung gibts bei >>>reihsiebenmitte.

Don Quijote oder die Suche nach dem modernen Ritter – Fotos von Clemens Voigt

DON QUIJOTE ODER DIE SUCHE NACH DEM MODERNEN RITTER
Stückentwicklung mit Laienspielern im Theater Haus im Park der Körber-Stiftung
Leitung, Inszenierung, Musik, Video: Franziska Jakobi | Dramaturgie: Elise Schobeß
Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Premiere, Premiere!

Don Quijote oder
Die Suche nach dem modernen Ritter

Was macht einen Ritter aus? Helm und Schwert? Abenteuerlust? Freigebigkeit, Gerechtigkeit und der Einsatz für die Armen und Schwachen einer Gesellschaft?

Miguel de Cervantes´ 1605 erschienener Roman Don Quijote, erster Kassenschlager der Neuzeit, beschwört das mittelalterliche Ritterideal herauf. So erfindet sich der Landadlige Quijano nach jahrelanger Ritterlektüre als der Ritter Don Quijote neu und macht sein Leben zu einer Kopie der gelesenen Abenteuer. Dass die Welt nicht vollkommen ist, steht für Don Quijote außer Frage. Zwischen Idealismus und Prügelei, Realität und Fantasie, Selbstständigkeit und Fremdbestimmung versucht er mit einem treuen Begleiter und der Dame seines Herzens als unerschöpflicher Inspirationsquelle die Welt besser zu machen – um am Ende vor der Frage zu stehen, was all die gelesenen Bücher mit dem eigenen Leben zu tun haben.

Neun Monate lang hat die Theatergruppe vom Haus im Park in Hamburg-Bergedorf Don Quijote befragt: War der selbsternannte Ritter verrückt oder ein Visionär? Und was bedeutet die Idee des Ritters für uns heute?

Ein Theaterprojekt der Körber-Stiftung im Haus im Park

Leitung und Inszenierung: Franziska Jakobi | Dramaturgie: Elise Schobeß | Mitarbeit Bühne: Ulli Muranka | Impro-Workshop: Felix Schwarzbold

 Es spielen: Rita Bender, Peter Czikowski, Petra Demmin, Hannelore Grosch, Michael Juuls, Heiko Rothgenger, Katharina Splinter, Hannelore Tennigkeit-Cordshagen

Termine: 17., 19., 21. März 2017, 19 Uhr; Theater Haus im Park / HH-Bergedorf
Karten zu 8€ im Vorverkauf oder an der Abendkasse
www.hausimpark.de

DON QUIJOTE ODER DIE SUCHE NACH DEM MODERNEN RITTER (c)franzjakk